AUSLEITENDE VERFAHREN

Schröpfen & Heilfasten

Ausleitende Verfahren sind Behandlungsmethoden in der Naturheilkunde, die zur "Entgiftung der Körpersäfte" dienen sollen. Synonym werden auch die Begriffe Humoraltherapie  oder Aschner-Verfahren (nach dem Arzt Aschner, 1883–1960) verwendet. Ich arbeite mit folgenden Verfahren: Schröpfen und Heilfasten nach Buchinger/Lützner. Otto Buchinger prägte 1935 den Begriff: Entschlacken. Im Volksmund hat sich dieser Begriff als Sinnbild für das Entfernen von Überflüssigem, Störendem, ja Schädlichem erhalten. Obwohl der Begriff Schlacke und der herschenden medizin nicht gebräuchlich ist, hat das "Entschlacken" schon manchen Patienten zu positiven Lebensstiländerungen bewegt. Fasten befreit auch von seelischen Schlacken wie Grollend unverarbeiteten Erlebnissen. Aber wir können die "Schlacken" auch biochemisch erklären, es sind nämlich: Fette (Triglyceride) vor allem im Bauchraum, LDL-Cholesterin, Atherosklerotische Ablagerungen, zuviel Säure, AGE (advanced glycation endprodukt), Pestizide und andere exogene Stoffe aus der Umwelt und aus Medikamenten etc. Gerade mit Fasten ist es möglich, dass auch defekte und alte Proteinablagerungen innerhalb von Zellen durch Autophagie (Selbstverdauung) eliminiert werden.

"Man geht davon aus, dass Hungerperioden in der Lage sind das Autophagiesystem wieder anzuschalten. Durch das Anschalten des Systems füllt man nicht nur den Nährstoff-Vorrat, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass defekte Eiweißmoleküle und defekte Organellen aus der Zelle abgebaut werden können. Insofern mag Fasten durchaus ein therapeutisch wirksames Mittel sein."

Yoshinori Ohsumi (2016 Nobelpreis für die Erforschung der Autophagie)

©2020  Ute Neubauer-Mauler